Wo die Musik atmet

04 Aug 2025
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von Beate Gilgenreiner

Ein Rückblick auf das Rangerkonzert im Bad Kohlgruber Moor

Stellen Sie sich vor: Das sanfte Rauschen der Blätter im Wind, das ferne Rufen eines Vogels und plötzlich – mitten in der unberührten Natur – mischen sich die silbrigen Töne einer Flöte und das tiefe, erdige Grollen eines Kontrabasses unter die Kulisse des Waldes.

Am 31. Juli 2025 wurde diese Vorstellung im Rahmen der Klassiktage Ammergauer Alpen Wirklichkeit. Das „Rangerkonzert“ war weit mehr als ein gewöhnlicher Auftritt; es war eine Symbiose aus Klangkunst und Naturkonzert, eine Wanderung für alle Sinne.

Musikalische Meisterwerke auf Wanderschaft

In der idyllischen Kulisse des Bad Kohlgruber Moorstichs bewiesen Claire Genewein (Flöten) und Josef Gilgenreiner (Kontrabass), wie harmonisch klassische Musik und Natur korrespondieren können. Die ungewöhnliche Duo-Besetzung bot ein faszinierendes Klangspektrum: von filigranen, fast ätherischen Melodien bis hin zu resonanten, tiefen Schwingungen, die direkt aus dem Moorboden aufzusteigen schienen.

Besonders bereichernd: Die Musiker:innen ließen das Publikum nicht nur hören, sondern auch verstehen. Zwischen den Stücken gaben sie kurze, charmante Erläuterungen zu den gewählten Kompositionen und machten die Musik so auch für Laien greifbar und lebendig.
"Wanderkonzert", fotografiert von Beate Gilgenreiner

Die Natur als Mitwirkende

Begleitet wurde die Gruppe von der Rangerin Theresa Filbig. Während die Musik die emotionale Ebene ansprach, öffnete sie dem Publikum die Augen für die fachlichen Details. Auf der Wanderung durch das Moor wies sie auf die verborgenen Schönheiten der Flora und Fauna hin, die dem ungeübten Auge oft entgehen. Ihre Expertise machte deutlich, wie schützenswert dieser Lebensraum ist, in dem wir an diesem Tag zu Gast sein durften.

Eine starke Kooperation

Dieses Wanderkonzert war das Ergebnis einer wunderbaren Zusammenarbeit der Klassiktage Ammergauer Alpen mit dem Naturpark Ammergauer Alpen.

Es zeigte eindrucksvoll, dass Kultur und Naturliebe keine Gegensätze sind, sondern sich gegenseitig inspirieren können. Wer dabei war, nahm mehr als nur eine Melodie im Ohr mit nach Hause – es war ein Gefühl der tiefen Verbundenheit mit unserer Heimat und ihrer einzigartigen Natur.

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